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Nutella frei

16.02.2024

nutella frei - Ein Experiment beginnt...

Ich gebe es ganz offen zu: Ja, ich habe ein Suchtproblem! Und ja, es ist auch richtig, dass ich dieser Droge nicht Herr werde. Ich oute mich hiermit als anerkannt nutella-süchtig. Zu normalen Zeiten vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht zur – meines Erachtens – besten italienischen Nuss-Nougat-Creme greife. Sie kommt vorzugsweise auf einer Scheibe Brot, einer Semmel oder in speziellen Fällen auf einem noch warmen Tost zur Anwendung.

Aber damit ist jetzt erst einmal Schluss! Ich wage das Experiment! In der nun begonnenen Fastenzeit werde ich bis zu deren Ende an Ostern kein nutella mehr konsumieren. Ein bislang einzigartiges Experiment, das ich meines Wissens in meinem ganzen Leben noch nie durchgehalten habe. Gut, ich habe es bisher auch noch nie probiert. Und so begebe ich mich jetzt auf die Suche. Ich suche nach der Antwort auf die Frage: „Ist es möglich 6 1/2 Wochen ohne nutella zu überleben?“

Natürlich müssen auch weitere Fragen beantwortet werden:

  • „Welche körperlichen Schäden verursacht so ein Experiment?“
  • „Gibt es messbare Veränderungen?“
  • „Nimmt mein Umfeld Veränderungen wahr? – Steigerung der Aggressivität, etc…“
  • „Muss mein Zahnarzt aufgrund von Arbeitsmangel seine Praxis schließen?“

Ich werde Euch an dieser Stelle mit wöchentlichen Updates auf dem Laufenden halten. Und ja: Ich bin richtig gespannt! Solltet ihr beim Lesen dieser Updates irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten an mir feststellen, ich aufgrund meiner Entzugserscheinungen wirres Zeug schreiben oder gar suizidale Gedanken zum Ausdruck bringen, dann lasst es mich bitte wissen 😉

Heute ist Tag 3 des Experiments. Ich habe es also fast schon geschafft. Sind nur noch 43 Tage…

21.02.2024

Ich habe einen Verbündeten

Die erste Woche ist überstanden. Und: Ich habe der Versuchung widerstanden. Erste Entzugserscheinungen stellen sich ein. Aber: Ich habe einen Verbündeten. Unser Dean leidet mit mir. Wie ihr seht, hat er sich mit mir solidarisiert. Um den kalten Entzug zu lindern, überlege ich, ob ich vielleicht auf die Suche nach Ersatzdrogen gehen sollte. Final haben wir beide das noch nicht geklärt. Ich werde Euch hier informieren!

Tag 8 ohne Nutella ist fast vorüber! Ich bin auf einem guten Weg! Noch 38 Tage…

28.02.2024

Die wollen mich ärgern

Zwei Wochen sind vorbei! Bisher bin ich nicht schwach geworden. Auch, wenn es mir nicht leicht gemacht wird. Meine bessere Hälfte griff vor meinen Augen bei einem gemeinsamen Frühstück zum Nutella-Glas. Unterstützung sieht anders aus! 😉

Heute auf dem Weg zu meinem Leberkäs-Dealer, welcher an einen Discounter angrenzt: Eine freundlich lächelnde Verkäuferin schiebt mir einen Einkaufswagen in den Weg. Vollgepackt mit Nutella und einem Werbeschild mit der Aufschrift „STARK REDUZIERT!“ Leute! Wollt ihr mich verarschen? Das ist doch Absicht!!!

Und dann wäre da noch die Frage, warum ausgerechnet jetzt – in dieser für mich so schweren Zeit – regelmäßig die weltbeste Nuss-Nougat-Creme zu verlockenden Preisen in sämtlichen Werbeprospekten auftaucht? Auch hier riecht es nach Sabotage!

Haben es die Vertriebs- und Marketingstrategen der Discounter auf mich abgesehen? Nein! Nachdem ich aktuell meine persönlichen Abnahmemengen auf null reduziert habe, muss es wohl so sein, dass die dort langsam ein logistisches Problem bekommen. Die Nutella-Paletten, die ich sonst immer nach Hause gefahren habe, stapeln sich dort nun sicher in allen Lagern. Und irgendwie müssen die das Zeug ja loswerden.

Ach ja: Anfang der Woche ist mein Blutdruck leicht angestiegen. Ich wusste es: Nutella-Verzicht über so lange Zeit ist also tatsächlich gesundheitsschädlich! Mein persönliches Umfeld behauptet außerdem, ich würde schlecht hören. Eventuell eine weitere Entzugssymptomatik. Muss ich doch noch zu Ersatzdrogen greifen?

Tag 15 kann gleich abgehakt werden. Der Triumph ist nahe! Verdammt! Es sind noch 31 Tage…

06.03.2024

Bergfest

Es geht in Richtung Halbzeit! Und ich bin immer noch standhaft! Die Entzugserscheinungen werden aber inzwischen unerträglich. Und so zog ich doch noch los um den Nutella-Schmerz irgendwie erträglicher zu gestalten. Auf der Suche nach Ersatzdrogen bin ich endlich fündig geworden: Die weltbesten Nugat-Eier der Welt! Wie ihr seht, sind nur noch zwei Kartons da. Der Rest der beiden Paletten ist nach einem unbekannten Verteilungsschlüssel auf meinen Bauch und meinen Kofferraum aufgeteilt 😉

Da fällt mir gerade ein, dass unser Süßigkeiten-Schrank zu Hause nur begrenzte Aufnahmekapazitäten aufweist. Wir werden über eine Erweiterung nachdenken müssen. Ein Gedanke, der mir unter demokratischen Gesichtspunkten in der Wohngemeinschaft mit meiner besseren Hälfte aktuell nicht mehrheitsfähig erscheint. Aber ich arbeite daran…

Die beim letzten Update aufgeführten Sabotage-Aktionen werden aus allen Richtungen fortgeführt. Diese Woche spendierte mir mein Schwesterchen ein Kilo-Glas Nutella. Vielen Dank dafür! Ein netter Versuch! Aber auch dieser Versuchung habe ich widerstanden. Ich wundere mich langsam über mich selbst! 😉 Das Glas wandert in den Vorratsraum und kommt nach Ostern sicher noch zum Einsatz…

Mein Blutdruck hat sich diese Woche wieder normalisiert. Vermutlich durch die Einnahme der Ersatzprodukte. Merke: Nutella-Entzug ist zwar gesundheitsschädlich, aber es gibt Möglichkeiten dagegen vorzugehen! Fiebersenkende Mittel sind leider aufgebraucht. Wohin das führen wird, werde ich Euch im nächsten Update berichten. Vielleicht wird es nicht so schlimm. Ich habe jetzt Nugat-Eier. Ihr wisst schon: Die weltbesten der Welt!

Heute ist Tag 22 von 46! Die Strecke wird immer kleiner! Es ist bald geschafft! Nur noch 24 Tage! Ein Klacks!

13.03.2024

Happy Birthday

Es ist schon erstaunlich, was man so alles erfährt, wenn man nutella nicht nur in sich hinein schlingt, sondern sich aufgrund stärker werdender Entzugserscheinungen mal intensiver damit befasst. Die italienische Nussnugatcreme feiert demnächst seinen 60. Geburtstag.

Am 20. April 1964 füllte Ferrero im italienischen Alba das erste Glas mit nutella. Der Name entstand aus einer Mischung aus dem englischen nut (Nuss) und der weiblichen italienischen Verkleinerungsform -ella. Entwickelt wurde die Creme aber schon deutlich früher. Im Jahr 1940 soll der Konditor Pietro Ferrero im Piemont den Brotaufstrich erfunden haben.

Ferrero verkauft heute übrigens 250.000 Tonnen nutella in 75 Länder. 2015 hat übrigens ein französisches Gericht entschieden, dass ein Kind nicht Nutella heißen darf.

Soviel dazu. Jetzt schauen wir uns mal die aktuellen Folgen meiner nutella-Abstinenz genauer an:

Mein Blutdruck bewegt sich dank der Kompensation durch die weltbesten Nugateier der Welt weiterhin im Norm-Bereich. Da die Vorräte rapide eingebrochen sind, muss ich hier dringend für Nachschub sorgen. Meine Fieberkurve hält sich erstaunlicherweise auch noch im grünen Bereich.

Meine bessere Hälfte hat an diesem Wochenende durchblicken lassen, dass anscheinend mein seelisches Gleichgewicht zunehmend außer Kontrolle gerät. Äußerliche Schäden an unserer Inneneinrichtung sind aber bisher nicht wahrnehmbar.

Welche Folgen mein Verzicht auf unsere noch vorhandenen Nutella-Reserven hat, könnt ihr euch in meinem Bild ansehen. Es nimmt Ausmaße an, die nur noch schwer zu kontrollieren sind…

Aber: Tag 29 kann abgehakt werden! Mit schmerzerfülltem Blick schaue ich durch die dunkle Tunnelröhre. Ganz hinten – kaum erkennbar – sehe ich es: Das kleine Licht am Ende des Tunnels! Es wird langsam heller: Nur noch 17 Tage…

19.03.2024

Vorfreude